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Bordeaux - Universitätsstadt am Atlantik

Bordeaux begann seinen Aufstieg zu einer der schönsten und wichtigsten Städte Frankreichs im frühen 18. Jahrhundert. Unter Napoleon wurde das alte, eher wenig ansehnliche Bordeaux zu einer Handelsstadt mit prächtigen Straßen, Plätzen und Bauwerken umgebaut. Nicht wenige Historiker gehen davon aus, dass das Bordeaux des 18. Jahrhunderts beim Aufbau des modernen Paris, der heutigen Hauptstadt Frankreichs, als Vorbild diente. Darüber hinaus besaß Bordeaux im 18. Jahrhundert einen der größten Häfen in Frankreich und wurde damals zu einem Handelszentrum am Atlantik. Diese herausragende Bedeutung als internationale Handelsstadt konnte sich Bordeaux zwar nicht ganz bis in die heutige Zeit erhalten, dafür fungiert inzwischen der Weinhandel als wesentlicher Faktor für die regionale Wirtschaft.

Bordeaux kann als jugendliche Stadt bezeichnet werden und gehört zu den größten Universitätsstädten Frankreichs. Die Zahl der Studenten liegt in Bordeaux bei ca. 75.000, was etwa 30 % der Bevölkerung ausmacht. Zu den beliebtesten Treffpunkten der Jugend zählen die insgesamt 17 Steinbrücken über die Garonne, die durch Bordeaux fließt. Die mit Abstand bekannteste und älteste dieser Brücken ist die Pont de Pierre. In Bordeaux erzählt man sich, dass die 17 Steinbrücken an der Garonne für die 17 Buchstaben des Namens “Napoleon Bonaparte“ stehen und sich der Kaiser auf diese Weise ein Denkmal geschaffen hat.

Wie die meisten anderen Orte am französischen Atlantik, ist auch Bordeaux mit einer sehr guten Infrastruktur ausgestattet. Neben regionalen und überregionalen Verkehrsmitteln aller Art (Bus, Bahn, Schiff, Flugzeug) stehen in und um Bordeaux Jugendherbergen, Campingplätze und Jugendhotels in ausreichender Zahl zur Verfügung.