Die Französische Revolution
Die Französische Revolution ist ein fester Bestandteil des Geschichtsunterrichts, nicht nur an den Schulen in Frankreich und Deutschland. Den Beginn der Französischen Revolution, die von Historikern als eines der wichtigsten Ereignisse der europäischen Geschichte eingestuft wird, begann am 14. Juli 1789 mit dem Sturm auf die Bastille in Paris. Der 14. Juli wird in Frankreich heute als Nationalfeiertag begangen. Die Französische Revolution dauerte über zehn Jahre lang und fand erst im Spätjahr 1799 ein Ende, als mit Napoléon Bonaparte einer der bekanntesten Franzosen überhaupt die politische Bühne betrat.
Als Ziele der Französischen Revolution sind vor allem die Absetzung des Königs sowie die Gleichstellung aller Bevölkerungsschichten zu nennen. Einen ersten Teilerfolg konnten die Revolutionäre im September 1791 verbuchen, als die konstitutionelle Monarchie den bis zu diesem Zeitpunkt in Frankreich vorherrschenden Absolutismus ablöste. Knapp ein Jahr später wurde der bisherige König suspendiert, Anfang 1793 wurde der König enthauptet. Auch in den kommenden Monaten und Jahren kam Frankreich nicht wirklich zur Ruhe, obwohl zwischenzeitlich die Erste Republik als Staatsform gegründet worden war.
Von einer Stabilisierung der politischen Lage in Frankreich konnte erst wieder gesprochen werden, nachdem Napoléon Bonaparte sich am 2. Dezember 1804 selbst zum Kaiser über Frankreich ernannte. Die politische Macht hatte er sich bereits fünf Jahre zuvor angeeignet und damit der Französischen Revolution ein Ende gesetzt. Trotz einiger umstrittener Entscheidungen, unter anderem die Wiedereinführung der Sklaverei in den französischen Kolonien, hatte Napoléon die überwältigende Mehrheit seiner Landsleute hinter sich.
Napoléon befand sich bis zum Ende seiner Regentschaft eigentlich ständig im Krieg, wobei er bis zum Jahr 1809 jedes Schlachtfeld als Sieger verlassen hatte. Durch Eroberungen und diverse Abkommen mit den anderen Mächten Europas reichte Napoléons Macht mehr oder weniger über den gesamten Kontinent. Die erste Niederlage musste Napoléon in der Schlacht bei Aspern gegen Österreich hinnehmen, ging nur wenige Wochen später aber dennoch als Sieger aus dem Krieg hervor. Im Jahr 1815 fand das Erste Kaiserreich unter Napoléon sein Ende, als dieser in der Schlacht von Waterloo geschlagen wurde und bis auf wenige Ausnahme alle zuvor eroberten Gebiete wieder abgeben musste. Zwischen 1852 und 1870 regierte Napoléons Neffe und Namensvetter Napoléon III. als letzter Kaiser über Frankreich.
