Boule - Nationalsport in Frankreich
Veröffentlicht: 18.11.2009 in der Kategorie: Frankreich Traditionen
Wer schon einmal einen Urlaub in Frankreich verbracht hat, wird dabei sehr wahrscheinlich festgestellt haben, dass an den Stränden, auf größeren Plätzen und ähnlichen Einrichtungen häufig größere Menschengruppen anzutreffen sind, die einem Spiel nachgehen, bei dem sich alles um Kugeln dreht. Dabei handelt es sich um Boule, auch als Boccia oder Pétanque bekannt, bei dem es für die Spieler darum geht, ihre Kugeln möglichst nah an einer kleineren Zielkugel zu platzieren. In groben Zügen ist das Boule mit dem Curling vergleichbar.
Boule genießt in Frankreich den Status eines Nationalsports und wird von jeder Altersklasse betrieben. Die Wurzeln des Boule-Spiels gehen in ihrer Urform bis ins 5. Jahrhundert vor Christus zurück und sind in Griechenland zu finden. Heute wird Boule aber vor allem in Frankreich gespielt und erfreut sich auch bei den Touristen größter Beliebtheit. Während das freizeitliche Spiel als Boule oder Boccia bezeichnet wird, gilt Pétanque als Begriff für die dazugehörige Sportart, die in Frankreich auf fast schon professioneller Ebene betrieben wird.
Zu den größten Vorzügen des Boule-Spiels gehört die Stärkung der Gruppengemeinschaft. Bis zu vier Spieler können in einem Team spielen, die entspannte Atmosphäre macht das Boule zu einem Spiel, in dessen Verlauf viel Zeit für Gespräche und Kontakte zwischen den Mitspielern und Gegnern bleibt. Auch wenn jeder Spieler bzw. jede Mannschaft auch beim Boule das Feld gerne als Sieger verlassen will, steht in Frankreich bei diesem Spiel der Spaß an allererster Stelle.

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