Noch mehr Sicherheit auf Frankreichs Autobahnen

05.02.2010 in der Kategorie: Frankreich Infrastruktur

Wie in einigen Ländern Europas schon seit einiger Zeit praktiziert - z.B. Norwegen, Deutschland, England und Italien - will auch Frankreich ab dem Sommer flächendeckend ein neues System für Geschwindigkeitsmessungen einführen. Statt dem guten, alten Blitzer, der bei einer punktuellen Geschwindigkeitsübertretung ein unerwünschtes Erinnerungsfoto aus dem Frankreich Urlaub schießt, soll die Geschwindigkeit auf den Autobahnen in Frankreich künftig über eine längere Strecke gemessen und dabei die Durchschnittsgeschwindigkeit ermittelt werden. Damit will Frankreich seine ohnehin schon auf einem vergleichsweise hohen Niveau befindliche Verkehrssicherheit weiter steigern. Von 1998 bis 2009 konnte die Zahl der Verkehrstoten in Frankreich von 9.000 auf 4.200 mehr als halbiert werden, was maßgeblich den Verbesserungen auf den Straßen und Autobahnen zu verdanken ist. Bis zum Jahr 2012 strebt Frankreich dann das Unterschreiten der 3.000er-Marke an. Erstmals getestet wurde das neue System auf der Autobahn A10 bei Orleans, wo die Technik seit dem Jahr 2003 im Einsatz ist und ständig verbessert wurde. Das neue System zur Geschwindigkeitsmessung auf den Autobahnen in Frankreich präsentiert sich aber auch noch in anderer Hinsicht als ausgesprochen gutmütig gegenüber den Autofahrern. Wer zu schnell unterwegs ist, wird darauf zunächst per Anzeige aufmerksam gemacht und kommt unter Umständen ohne ein Knöllchen davon.

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