Frankreich beschließt neuen Rahmen für Einbürgerungen
Veröffentlicht: 11.02.2010 in der Kategorie: Frankreich Politik
Frankreich ist für deutsche Touristen nicht nur eines der beliebtesten Urlaubsländer, sondern wird auch gerne als Standort für einen Ferien- oder Alterswohnsitz gewählt. Darüber hinaus verfügt Frankreich in einigen Städten über einen vergleichsweise hohen Ausländeranteil, so dass bei unseren Nachbarn vor einigen Monaten eine teilweise hitzig geführte Debatte um die sogenannte "Nationale Identität" entbrannt ist. Mit einem Beschluss über ein neu geregeltes Einbürgerungsverfahren versucht die Regierung in Paris nun einen zumindest vorläufigen Schlussstrich unter diese Diskussion zu ziehen.
Demnach soll "Neu-Franzosen" künftig im Rahmen von feierlichen Zeremonien als neue Staatsbürger willkommen geheißen werden. Anstatt der z.B. in Deutschland üblichen und teilweise umstrittenen "Einbürgerungstests", bei denen ein Fragenkatalog mit einer Mindestpunktzahl bestanden werden muss, setzt Frankreich bei der Integration neuer Mitbürger auf Sprachkurse und Einbürgerungszeremonien, die an zentraler Stelle und in regelmäßigen Abständen stattfinden sollen.
Nahezu jede Stadt in Frankreich beteiligte sich in den vergangenen Wochen und Monaten mehr oder weniger aktiv an der Diskussion um die nationale Identität, so dass der Regierung in Paris hunderte von konstruktiven Vorschlägen zu diesem Thema vorlagen. Daraus wurden die nach Meinung der Politiker besten Ideen ausgewählt und zu einem Gesamtpaket geschnürt. So sollen neue Staatsbürger bei der Einbürgerung z.B. eine Charta erhalten, in der sämtliche Rechte und Pflichten eines Franzosen aufgeführt sind.

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