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Die Wirtschaft in Frankreich

Frankreich verbindet nicht nur eine generell sehr freundschaftliche Beziehung mit Deutschland, auch viele Wirtschaftsbereiche zu beiden Seiten des Rheins sind mehr oder weniger stark voneinander abhängig. Das Export- bzw. Importvolumen zwischen Frankreich und Deutschland macht pro Jahr zwischen 15 und 20 % der gesamten Wirtschaftsleistung Frankreichs aus, wodurch Deutschland bereits seit längerer Zeit der wichtigste internationale Wirtschaftspartner seines westlichen Nachbarn ist. Das BIP (Bruttoinlandsprodukt) steigt in Frankreich sehr konstant um etwas mehr als 2 % pro Jahr und liegt derzeit bei knapp 1.800 Milliarden Euro (Stand: Ende 2008). Bei der Kaufkraft gehört Frankreich ebenfalls zu den Spitzenreitern innerhalb der EU.

Die Wirtschaft in Frankreich folgt den Prinzipien einer gelenkten Volkswirtschaft. Im Gegensatz zu Deutschland, wo es eine freie Marktwirtschaft gibt, wird die Wirtschaft in Frankreich durch relativ starke Eingriffe von staatlichen Stellen charakterisiert. Diese Eingriffe wurden jedoch im Zuge der Liberalisierung der Märkte in den vergangenen Jahren schon deutlich verringert. Aktuell betreffen die staatlichen Kontrollen vor allem noch die Energiewirtschaft, was unter anderem durch den hohen Anteil des Atomstroms zu begründen ist. Frankreich produziert 80 % seiner Energie in Atomkraftwerken und exportiert den so gewonnenen Strom auch ins Ausland, wobei Deutschland zu den größten Abnehmern gehört.

Der Tourismus ist in Frankreich mit Ferienzielen und Urlaubsregionen im ganzen Land ein wichtiges Standbein für die nationale Wirtschaft. Da es sich bei Frankreich um eine der größten Industrienationen der Welt handelt, ist der Tourismus aber nicht unter den Top 5 der Wirtschaftsbereiche zu finden. Diese Plätze werden in Frankreich vom Automobilbau, dem Flugzeugbau, der Pharmazie, der Elektronik und vom Weinbau eingenommen. Weitere wichtige Wirtschaftsbereiche in Frankreich sind Banken, Versicherungen und die Mineralölindustrie.